"Gott nahe zu sein ist gut für mich ..."  Psalm 73,28




Dreifaltigkeitssonntag  - Trinitatis


Am Sonntag nach Pfingsten ist das Fest der Heiligen Dreifaltigkeit, Trinitatis. Es ist  das wohl unbekannteste der christlichen Feste. Vielleicht liegt das daran, dass es nicht aus dem Leben der Kirche, sondern aus dem Nachdenken der Theologen über das Wesen Gottes entstanden ist. An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Als als Kind in der Krippe begegnet uns Gott. Wir erleben den leidenden Gottessohn in der Passionszeit und fühlen uns ihm verbunden, wenn wir selbst leiden. Wir freuen uns über seine Auferstehung und haben eine lebendige, österliche Hoffnung, wenn wir an die Gräber unserer Verstorbenen treten. Wenn wir immer wieder neue Kraft schöpfen und spüren, wie gut uns die Hoffnung und die Verbundenheit mit den anderen tut, dann ahnen wir etwas von der Kraft des heiligen Geistes. Die  Theologen (vor allem des frühen Mittelalters)  haben nun versucht, wie man das alles „unter einen Hut“ bringen kann und sind auf die Lehre vom Dreieinigen Gott gekommen, die Trinität, die Dreiheit. Das ist schwer zu verstehen, vor allem, weil man ja nicht an drei Götter glauben will.  Mir hilft der Gedanke vom dreiblättrigen Kleeblatt, mit dem eins der heilige Patrick den Iren die Dreifaltigkeit erklärt hat. Es sind drei Blätter und doch eine Pflanze. So ist es mit Gott, wir erfahren ihn so unterschiedlich und es ist doch einer, der uns auf unterschiedliche Weise begegnet. Ich wünsche Ihnen (und natürlich auch mir selbst), dass wir den Reichtum der Liebe Gottes im Alltag erfahren. Dass die Natur den dreieinigen Gott predigt, kann man in dem Bild der Blumen sehen, die ich immer wieder gerne fotografiere …