"Gott nahe zu sein ist gut für mich ..."  Psalm 73,28




Eine Kirche, in der man sich wohlfühlen kann...  - zum 7.Sonntag nach Trinitatis

An diesem Sonntag bekommen wir im Wochenspruch einen Auftrag: „Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.“ Das ist die blumige, bilderreiche Sprache des Orients, die manchmal einladend und manchmal abschreckend auf uns wirkt. Als 1990 der zweite Golfkrieg vom Zaun brach, sprach  der Diktator Saddam Hussein von der „Mutter aller Schlachten.“ Eine Mutter gebiert Kinder. Die Mutter aller Schlachten brachte Leid und Tod in die Welt, bis heute. In der Ukrainie werden Kinderkrankenhäuser bombardiert. In Gaza verbreiten sich unter dem Schutt der Bomben Krankheiten, Leid und Verzweiflung aus. Rechter Populismus und Misstrauen vergiften in unserem Land das Klima. Was sollen wir tun? In dieser Ratlosigkeit höre ich den Aufruf des Wochenspruchs aus dem Epheserbrief. Unser Auftrag ist es, Licht in die Dunkelheit hineinzutragen, dort, wo wir leben, beharrlich und im Gottvertrauen. Güte, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit setzen wir der Unversöhnlichkeit, dem Unrecht und der Lüge entgegen, so gut wir das können. Ein kleines Licht kann viel bewirken. Die Menschen, die im Dunkeln leben, werden dafür dankbar sein.